Auf einen Blick:
- 53. Dividenden-Erhöhung in Folge auf 5,69 USD pro Aktie
- Dividendenrendite steigt auf 4,4 %
- Konsumflaute bremst Getränke- und Snackverkäufe
- Übernahme von Poppi für rund 2 Mrd. USD
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief bei 131,79 USD
Dividende bleibt stabil – das operative Geschäft nicht
PepsiCo (NASDAQ: PEP) hat erneut geliefert – zumindest für Einkommensinvestoren:
Die Dividende wurde zum 53. Mal in Folge erhöht, auf 5,69 USD pro Aktie jährlich. Das entspricht einer soliden Dividendenrendite von 4,4 %.
Doch abseits der Ausschüttung läuft es nicht rund. Der US-Konsum zeigt Schwäche – das spürt auch PepsiCo deutlich:
- Getränkeabsatz rückläufig, trotz Preiserhöhungen bei der Hauptmarke Pepsi
- Snack-Sparte schwächelt ebenfalls – obwohl sie den Großteil des Umsatzes ausmacht
- Wettbewerber wie Coca-Cola kommen besser durch die aktuelle Marktlage
Poppi-Übernahme: Neuer Schwung oder Tropfen auf den heißen Stein?
PepsiCo denkt trotz Gegenwind an Expansion – mit der Übernahme des Trendgetränkeherstellers Poppi für knapp 2 Milliarden US-Dollar. Poppi vertreibt Apfelessig-basierte „Functional Drinks“ – beliebt bei jüngeren Zielgruppen.
Doch an der Börse sorgt der Deal kaum für Begeisterung. Das liegt auch daran, dass PepsiCo für 2024 nur stagnierende Gewinne prognostiziert – unter anderem wegen US-Zöllen und geopolitischen Unsicherheiten.
WSR-Fazit: Substanz ja – aber kurzfristig wenig Dynamik
Aktuell notiert die PepsiCo-Aktie nur knapp über dem 52-Wochen-Tief, bei 131,79 USD (Schlusskurs Montag). Das ist kein Totalschaden, aber weit entfernt von Wachstumseuphorie.
Für langfristige Dividendeninvestoren bleibt PepsiCo eine verlässliche Ertragsquelle – aber ohne kurzfristige Impulse oder Turnaround-Signale. Wer jetzt einsteigt, braucht Geduld – und einen langen Atem.
Die Historie zeigt: PepsiCo hat jede Krise langfristig überstanden. Der Chartverlauf signalisiert bislang keinen Bruch des übergeordneten Aufwärtstrends. Aber: Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht – und garantiert ist gar nichts.


